2 Replies Latest reply: Jul 24, 2012 9:42 AM by nugush RSS

    Cuda encoding und allgemeine Encodiergeschwindigkeit/Qualität

    nugush

      Grüße,

       

      ich teste gerade Premiere Pro 6 mit meinem neuen PC und habe testweise ein drei Minuten Video (1920x1080;30fps) encodieren lassen.

       

      Dazu mehrere Fragen;

      ich habe das ganze erstmal in MediaCoder (http://www.mediacoderhq.com/) in h264 encodiert (high, 4.0, 1500kbps VBR) und es hat mit der CPU etwas weniger als drei Minuten gedauert; benutze ich cuda ging das ganze in knapp 70s über die Bühne.

       

      Möchte ich das mit Premiere (VBR 1,5-12Mbps) machen dauert es über drei Minuten und ich kann nur h264 L4.2 wählen sonst meckert er rum und meint "Ungültige Framegröße/Framerate für diese Ebene. Verringern Sie die Videogrenzen bzw. die Framerate oder erhöhen Sie die Werte für das Profil bzw. die Ebene."

      -> Warum wird cuda nicht benutzt um das alles zu encodieren?

      -> Was möchte der Fehler mir sagen und warum macht mediacoder absolut keine Probleme mit 4.0 zu encodieren?

      -> Warum sieht das Endergebnis mit L4.0 absolut grottig aus im vgl zu dem, was mit mediacoder bietet - beides bei gleicher Dateigröße? Das von Premiere ist bei Bewegungen ganz blockig.

      Wenn ich übrigens bei h264 ein youtube Profil auswähle kann er plötzlich ohne Probleme 1920x1080 mit L4.0 berechnen (solange ich nichtmehr an der Bildgröße ändere, sonst kommt direkt der Fehler wieder) und das Ergebnis sieht besser aus, dauert dafür aber nochmal extrem länger - das kanns ja nicht sein.

       

      Ich habe mal die Videoeigenschaften von beiden Clips hier kopiert:

      MediaCoder über CPU: http://pastebin.com/bctAVXup

      Adobe Premiere über CPU: http://pastebin.com/EsyNA9v0

       

      Danke

        • 1. Re: Cuda encoding und allgemeine Encodiergeschwindigkeit/Qualität
          Mylenium CommunityMVP

          Kurzversion: Adobe macht nur das, was an entsprechenden Standards hier und da vorgesehen/ vorgegeben ist und ob da nun irgendwelche anderen Tools irgendwelche "Out-of-spec" Sachen zulassen, ist da erstmal irrelevant genau so, ob YouTube&Co. nun auch noch das übelste H.264 verarbeiten und da einen Clip draus machen. Klar ist das lästig, aber so isses nun mal. Für alles andere könnte man sich jetzt stundenlang über Bewegungsanalyse/ -vorhersage, I-, P- und Ä (wie ärgerlich) bis Ü (wie überflüssig) Frames, GOP-Größen, Keyframeintervalle und weiß meine Mutti auskübeln, aber da kann die das Premiere-Forum oder eben generische Foren zu dem Thema mehr Erleuchtung bringen, als du das hier finden wirst. Kompression ist schwarze kunst und jeder Encoder hat nun mal seien Stärken, Schwächen und Macken. Das ist eben wie Katzenbändigen.

           

          Mylenium

          • 2. Re: Cuda encoding und allgemeine Encodiergeschwindigkeit/Qualität
            nugush Community Member

            So nach etlichen stunden der arbeit habe ich nun zwei lösungen anzubieten um diese unzulänglichkeiten zu beheben.

             

            1) Benutzung von x264vfw

            Hierzu http://sourceforge.net/projects/x264vfw/ runterladen - darauf achten, dass es die 64bit version ist, wenn man premiere (oder jgl andere software) 64bit benutzt. 'Problem' bei diesem weg ist, dass es einen avi container erstellt und keinen mp4, wie es eig standard wäre bei h264.

            Dann kann man beim exportieren in adobe avi auswählen und dann unten codec und dort alles gut einstellen.

             

            2) Benutzung eines frameservers

            Hierzu http://www.debugmode.com/frameserver/ runterladen und die entsprechenden plugins installieren lassen.

            Dann in premiere beim exportieren den debugmode frameserver auswählen und exportieren.

            Es wird eine avi datei erstellt, die einige kB groß ist, die man dann in ein konvertierungsprogramm seiner wahl laden kann; zb mediacoder.

            Eine genaue anleitung hier: http://blog.mediacoderhq.com/using-frameserver-between-premiere-and-mediacoder/

            => Mit dieser methode kann man auch jegliche andere formate exportieren zb mjpeg, divx, etc (Eine weitere methode mjpeg zu exportieren wäre über ffdshow (64bit wieder) und über avi export ffdshow auswählen als codec.)

             

            Beide wege liefern bei meinem testvideo bei gleicher dateigröße _wesentlich_ bessere qualität als der in premiere eingebaute h264 codec.

             

             

            Ich hoffe dem ein oder anderen, der eben diese frage hat und durch google hierher findet geholfen zu haben.

            lg